Projekthintergrund
indonesien_strassenkinder_01Seit mehreren Jahren arbeitet ALIT mit Kindern und Jugendlichen zusammen, die auf den Straßen Surabayas leben. ALIT leistet eine professionelle Arbeit auf dem Gebiet der psychosozialen Betreuung und Rehabilitierung von Straßenkindern, Obdachlosen und marginalisierten Familien. Dabei arbeitet ALIT mit Organisationen ähnlicher Zielsetzung, mit Behörden, Jugendbehörde, Waisenhäusern und Schulen sowie mit der örtlichen Polizei zusammen.

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Zielsetzung
Zielgruppe des Projektes sind Straßenkinder im Alter zwischen 11 und 18 Jahren, die überwiegend auf der Straße leben und häufig als Arbeiterkinder zum Einkommenserwerb für ihre Familien beitragen müssen. Die Kinder bzw. Jugendlichen betätigen sich in der Mehrzahl als Straßenverkäufer, Parkplatzwächter, Autowäscher.

Das Leben auf der Straße ist hart. Die Kinder und Jugendlichen sind immer auf der Suche nach Arbeit, nach einem Platz zum Schlafen und nach Nahrung. Auf der Straße sind sie der Gewalt, Kriminalität, Prostitution und des Drogenkonsums, der Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt. Wenn die Jugendlichen erst einmal einige Monate auf der Straße gelebt haben, rutschen sie schnell in ein halbkriminelles Milieu ab und geraten dabei früher oder später mit dem Gesetz und der Polizei in Konflikt. ALIT Mitarbeiter betreuen darüber hinaus Kinder in den Gefängnissen von Surabaya, wo sie meist wegen ganz geringer Delikte ohne irgend ein Verfahren eingesperrt wurden, und setzen sich in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden dafür ein, dass die Kinder wieder entlassen werden und ggf. zurück zu ihren Familien kehren können.

Projektverlauf
Im Rahmen des vorliegenden Projektes soll die Gruppen- und Lobbyarbeit mit Kindern gestärkt, die Kinder in Fragen der Gesundheit, bei Rechts- oder Familienproblemen beraten und aufgeklärt werden. Die Kinder sollen Schutz und Sicherheit in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld erhalten. Zu diesem Zweck wird ALIT für die Kinder drei Anlaufstellen in der Stadt einrichten, Aufklärungs- und Öffentlichkeitscampagnen durchführen, und schulischen Unterricht an diversen Standorten anbieten, an denen sich viele Straßenkinder aufhalten (wie z.B. Parks, Zoo, städtische Grünanlagen).

Viele Kinder haben schon lange keine Schule mehr besucht. So ist der Straßenunterricht für sie die einzige Möglichkeit, schulische Defizite im Lesen und Schreiben oder im Rechnen nachzuholen. Zusätzlich wird ALIT im Rahmen der Projektdurchführung kleine Betriebe wie z.B. Kfz-Werkstatt, Wasch-Salons sowie einen landwirtschaftlichen Betrieb aufbauen, in welchen bis zu 80 besonders gefährdete Jugendliche die Möglichkeit erhalten, unter geschützten Bedingungen zu arbeiten und Einkommen für sich und ihre Familien zu erwerben.

In Kooperation mit Arek Lintang (ALIT), Sozialeinrichtungen, Polizei und Kliniken; Indonesien – Surabaya