Projekthintergrund
In der Region Maumere und auf der gesamten Insel Flores gibt es unzählige Menschen, die sich im Krankheitsfall einen Arzt oder die notwendigen Medikamente nicht leisten können, die sie zur Behandlung ihrer Krankheit dringend benötigen; Betroffene werden aufgrund ihrer Krankheit oft arbeitsunfähig und können zum Einkommenserwerb ihrer Familien nicht beitragen. Aus Kostengründen kommen die Kranken fast immer zu spät ins Krankenhaus. Die Erfahrung zeigt, dass bei frühzeitiger Behandlung den meisten Betroffenen auch mit Naturheilmitteln sehr wirksam geholfen werden kann.

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Zielsetzung
In einem ersten Kooperationsprojekt mit der Schmitz-Hille-Stiftung und in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Kewapante konnte 2006/2007 eine Naturapotheke aufgebaut werden. Hierzu wurde ein geschlossener Anbau mit Klimaanlage errichtet. Durch das stabile Raumklima halten sich heute die pflanzlichen Rohstoffe und die zubereiteten Naturmedikamente bedeutend länger. Bisher konnte die Apotheke nur das Krankenhaus Kewapante mit Naturheilmitteln versorgen, sowie Kunden, die in die Apotheke kamen. In vielen Dörfern der Umgebung haben die Bewohner jedoch aus verschiedenen Gründen keinen Zugang zu Heilmitteln. Die Idee des neuen Projektes ist die Einrichtung eines mobilen Apotheken- und medizinischen Versorgungsdienstes verbunden mit der nachhaltigen Produktion von Heilkräutern.

Die wesentlichen zu finanzierenden Maßnahmen sind: 

  • Mobiler medizinischer Dienst für Maumere und weitere 9 Dörfer
  • Kontrollierter Anbau von Heilpflanzen
  • Verarbeitung von pflanzlichen Rohstoffen und Herstellung von Naturheilmitteln
  • Erhalt und Weiterentwicklung sowie Dokumentation des vorhandenen Wissens über Naturmedizin auf Flores 

Projektverlauf
Inzwischen sind in mehreren Dörfern Kleinbauern mit dem intensiven Anbau von Heilkräutern und Medizinalpflanzen befasst. Hierzu nutzen sie einen Teil ihrer landwirtschaftlichen Flächen. Auf diese Weise erwirtschaften sie ein zusätzliches Einkommen. Einige Familien haben sich inzwischen ganz auf den Anbau von Heilkräutern spezialisiert. Ein Agrarökonom aus Bali, mit Spezialisierung auf Medizinalpflanzen berät die Landwirte in Fragen des Anbaus und der Ernte dieser Pflanzen.

Nach der Ernte findet die weitere Verarbeitung zentral in einem kleinen Nebengebäude des Krankenhauses in Kewapante statt. Hier werden die Rohstoffe gesäubert, schonend getrocknet, geschnitten, gemahlen und mittels Mörser pulverisiert. In weiteren Verarbeitungsschritten werden Salben, Cremes, Kräuteröle und Tinkturen hergestellt. Arme Personen bekommen die Heilmittel umsonst. Für nicht ganz arme Familien, orientieren sich die Preise nach der Einkommenssituation der Familien.

Ein kleines Team, bestehend aus Arzt, Apothekerin und Krankenschwester, fährt regelmäßig oder auf Anfrage in die Dörfer, um Kranke zu versorgen und basismedizinisch zu behandeln. In den Dörfern wird dem Team ein Raum zur Verfügung gestellt. Bei Ankunft des Teams haben sich viele Dorfbewohner bereits am zentralen Ort versammelt und warten darauf, untersucht oder behandelt zu werden.

Der wohl wichtigste Aspekt des Projektes liegt in der Prävention. Krankheiten können frühzeitig erkannt und behandelt und werden. In diesem Stadium kann gerade mit Naturheilmedizin sehr wirksam gearbeitet werden. Dies hat das Projekt eindrucksvoll bewiesen.

Helfen & Unterstützen
Für die Realisierung und Fortführung des Projektes für den Zeitraum 2011 und 2012 benötigen wir Ihre Unterstützung (z.B. im Rahmen von Spenden oder Projektpatenschaften). Sprechen Sie uns gern an oder schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.   

Auch sind wir für weitere Projekte an einer Zusammenarbeit mit kofinanzierenden Partnerorganisationen, Unternehmen und Institutionen interessiert. Wir Informieren Sie gerne hierüber. (KONTAKT)

 

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Sehat & Kuat dengan Ramuan Obat Alam (SKOA), Flores, Maumere – Wegen des großen Bedarfs wurde für 2011 ein Folgeantrag bei den Schmitz-Stiftungen eingereicht.