Projekthintergrund
Übergreifendes Ziel des Projektes ist es, die Ernährungs-, Gesundheits- sowie die Einkommenssituation und die allgemeinen Lebensverhältnisse der am Projekt beteiligten 140 Familien aus 29 Gemeinden in der Region Vallegrande nachhaltig und dauerhaft zu verbessern. Dies verbunden mit dem Ziel, im Rahmen eines breit angelegten Maßnahmenkataloges verbesserte bzw. neue land- und viehwirtschaftliche Produktionssysteme auf den Bodenflächen einzuführen und kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe mit einer diversifizierten Produktion zu etablieren. Mit diesen Maßnahmen soll u.a. auch der Landflucht, von der die Projektregion besonders stark betroffen ist, entgegen gewirkt werden.

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Zielsetzung
Ein weiteres wichtiges Hauptziel ist es, unter der Zielgruppe und der übrigen Bevölkerung des Projektgebietes ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit der Natur zu schaffen und durch gezielte, breit angelegte Aufforstungsmaßnahmen bereits bestehende Schäden zu beheben bzw. deren Fortschreiten aufzuhalten. Mit den Aufforstungsmaßnahmen verbunden ist neben dem Umweltaspekt auch der wirtschaftliche Faktor, Bau- und Brennholz für die kleinbäuerlichen Familien zu produzieren.

Zur Erreichung des Projektziels sieht das Vorhaben verschiedene parallel laufende Maßnahmen vor, wie z.B. Anlage von Familiengärten (Obst- und Gemüseanbau), Aufbau von Kleintierzucht (Hühner, Schweine, Kühe) auf den den Familieneigenen Landflächen, Aufforstungsmaßnahmen (rd. 400 ha Bodenfläche), Ausbildung von 90 Kleinbauern und Kleinbäuerinnen zu Umwelt-/ Ressourcenschutz-Promotoren und begleitende Beratungs- und Ausbildungskurse im Bereich der Landwirtschaft (Obst- und Gemüsebau) und Kleintierhaltung, Ernährungsfragen sowie Ökologie und Bodenschutz.

Projektverlauf
Im Jahr 2008 hat der Träger bereits mit 80 von insgesamt 100 vorgesehenen Familien die Planung und Umsetzung der Familiengärten durchgeführt. Gemeinsam mit den Familien wurde die Planung für die jeweiligen Gärten besprochen und die Lage der neuen Module (Gemüsegarten, Wasserversorgung, Tierhaltung) in jedem Projektbetrieb festgelegt.

Vor Anlage eines jeden Gartens wurde das betreffende Grundstück zum Schutz vor Wildtieren eingezäunt. Abhängig vom Zustand des Geländes (Hangneigung, Bodenstruktur, etc.) wurden anschließend die erforderlichen Bodenschutzmaßnahmen wie Infiltrationsgräben, Terrassen oder Erosionsschutzmauern eingerichtet und je nach Erfordernissen und örtlichen Verhältnissen zusätzlich Rohrleitungen für die Bewässerung der Bodenflächen von der nächsten Wasserquelle (Quelle oder Bach) zum Haus gelegt und ein Wassertank aus mit Zement verputzten Ziegelsteinen errichtet.

Auch die weiteren vorgesehenen Maßnahmen zur Aufforstung (nebst Einzäunung der aufzuforstenden Flächen) wurden bereits zum Teil umgesetzt. Um bei der Bevölkerung eine Sensibilisierung und ein Bewusstsein für Umweltschutz und ökologische Zusammenhänge zu erreichen, werden bis zum Ende der Projektlaufzeit 90 ausgewählte Dorfbewohner aus den verschiedenen Gemeinden zu Umwelt- und Ressourcenschutz Promotoren ausgebildet sein. Das Projekt demonstriert vorbildlich wie Einkommen schaffende Maßnahmen mit Umweltschutzaspekten in sinnvoll und erfolgversprechend kombiniert werden können.

In Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation CEFIL (Centro de Formacion Integral Lacayotal), Vallegrande – Projektbeginn: Nov. 2007