Projekthintergrund
Mangels Ausbildungsmöglichkeiten arbeiten Kinder aus völlig verarmten Familienverhältnissen in der Kleinstadt Singkawang schon im frühen Kindesalter auf der Straße. Sie suchen nach verwertbaren Abfällen oder arbeiten auf den Märkten und Straßen, um für sich und ihre Familien ein wenig Einkommen zu erwirtschaften. In der gesamten Region gibt es kaum Ausbildungsmöglichkeiten, welche es den jungen Menschen ermöglicht, sich eine berufliche Perspektive aufzubauen.

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Zielsetzung
Singkawang ist eine kleine von chinesischen Minderheiten dominierte Kleinhandelsstadt ohne Industrie mit einer marginalen Versorgungsinfrastruktur. Das Stromnetz fällt täglich aus und Wasserversorgung und Kanalisation funktionieren kaum. Die Arbeitslosigkeit ist besonders unter dem ethnischen Teil der Bevölkerung, den Buginesen, Maduresen, Dayak oder Malayu sehr hoch. Die Chinesen dominieren in nahezu allen Bereichen das Leben und den Handel und ihre Familienclans schotten sich zumeist nach außen hin ab. Nichtchinesen erhalten nur selten die Möglichkeit, in den von Großfamilien geführten Handels- oder Handwerksbetrieben mitzuarbeiten oder in den Betrieben eine einfache betriebliche Ausbildung zu erhalten.

Projektverlauf
Das mit Fördermitteln der Schmitz-Stiftung errichtete Ausbildungszentrum in Condong bietet diesen benachteiligten Jugendlichen aus nichtchinesischen Familien erstmalig neue Perspektiven. Gab es bislang in einem Umkreis von 200 km keinerlei berufliche Ausbildungseinrichtung, so bietet das 2006 eröffnete Ausbildungszentrum in Condong heute qualifizierte Ausbildungsangebote für Jugendliche beiderlei Geschlechts in den Bereichen Bauhandwerker, Mechaniker, Schlosser, Schneiderei und Hauswirtschaft.

Die während der letzten Jahre drastisch gestiegenen Energiepreise haben dazu geführt, dass selbst von Innovationskonservativen staatlichen Institutionen zunehmend die Erprobung und der Einsatz regenerativer Energien gefordert werden. Doch mangelt es im ganzen Land an Firmen und Zulieferern und vor allem an Fachleuten, die sich mit der Planung, dem Bau und der Inbetriebnahme von Energieversorgungsanlagen auf der Basis regenerativer Energien auskennen.

Mit dem vorliegenden Projekt wird erstmalig eine Ausbildung im Bereich des „Anlagenbaus unter Nutzung erneuerbarer Energien“ angeboten. Der Ausbildungslehrgang richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die bereits eine sechsmonatige Grundausbildung für Schlosserei absolviert haben. Diese Ausbildung erlaubt es ihnen, an ihre erworbenen Vorkenntnisse anzuknüpfen und sich zu spezialisieren.

Übergreifendes Ziel des Projektes ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Jugendlichen durch Schaffung der Voraussetzungen, welche zur Erzielung eigener Einkommen erforderlich sind. Ein weiteres wichtiges Oberziel, angesichts der zu erwartenden Bedeutung regenerativer Energien, ist die Ausbildung und Bereitstellung von zukünftigen Fachkräften auf dem indonesischen Arbeitsmarkt. Der erste Ausbildungszyklus startete im November 2009.

Das Curriculum sieht eine achtmonatige Ausbildung vor, durch welche die Jugendlichen als Schlosser und Installateure speziell für den Bau und Ausrüstungen von Anlagen ausgebildet werden, welche vor allem Sonne und Wind als Energieträger nutzen.

Ferner werden die grundlegenden theoretischen Kenntnisse in der Berechnung, Auslegung und Planung von regenerativen Energieversorgungsanlagen vermittelt. Schwerpunkte bilden hierbei: der Einsatz und Anwendung erneuerbarer Energien unter dörflichen Bedingungen, Bau und Betrieb kleiner Windkraftanlagen, Hybridanlagen, PV-Anlagen, solare Pumpsysteme und solare Systeme in der Nahrungsmittelverarbeitung, wie beispielsweise Tunneltrockener.

Es handelt sich um ein innovatives Projekt mit guten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Erfolgschancen.

 

Helfen und Spenden
 Für die Realisierung und Fortführung des Projektes für den Zeitraum 2011 und 2012 benötigen wir Ihre Unterstützung (z.B. im Rahmen von Spenden oder Projektpatenschaften). Sprechen Sie uns gern an oder schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.  

Auch sind wir für weitere Projekte an einer Zusammenarbeit mit kofinanzierenden Partnerorganisationen, Unternehmen und Institutionen interessiert. Wir Informieren Sie gerne hierüber. (KONTAKT)

In Kooperation mit Projekthilfe Indonesien e.V. und der indonesischen Stiftung Yayasan Bantuan Pembangunan Regional, Singkawang, Kalimantan