Projekthintergrund
Hintergrund des Projektes ist die Situation marginalisierter Familien in slumähnlichen Stadtgebieten von Surabaya, darunter 55 Familien, die auf einem ehemaligen, verfallenen holländischen Friedhof leben. Sie wohnen in Verschlägen aus Holz und Blech zwischen alten Grabsteinen und Steintrümmern. Die Familien haben keine Bleibe. Viele von Ihnen sind behördlich nicht registriert, was zur Folge hat, dass die Kinder weder in Kindergärten noch in Schulen gehen können. Die Familien sind „Niemandskinder“, die keiner haben will.

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Zielsetzung
Seit einigen Jahren ist die Partnerorganisation Arek Lintang (ALIT) damit befasst, Projekte und Programme durchzuführen, welche der Versorgung und Förderung besonders hart betroffener Bevölkerungsgruppen dienen. Schwerpunkt der Arbeit bilden arbeitende Kinder, Kinder in Not, Kinder in Gefängnissen oder sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche. Durch einige dieser Kinder ist Arek Lintang auf die besondere Situation verwahrloster Familien auf dem ehemaligen, alten holländischen Friedhof aufmerksam geworden.

Diese Familien bilden die Hauptzielgruppe des Projektes. Sie leben unter menschenunwürdigen Bedingungen, haben keinen Zugriff auf Beratungs- oder Gesundheitsdienste und erhalten bislang keinerlei Unterstützung durch soziale Versorgungseinrichtungen. Die hier lebenden Familien sind vor Jahren aus der übervölkerten Insel Madura nach Surabaya ausgewandert. Sie haben als nicht Registrierte kaum irgendwelche Rechte und erhalten keinerlei staatliche Hilfen.

Das Projekt verfolgt mehrere Ansätze. Übergreifendes Ziel ist es, diese heimatlosen marginalisierten Familien und vor allem auch Kinder und Jugendliche so zu unterstützen, dass sie wieder Mut und Hoffnung erhalten, ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen und wieder in Würde leben und wohnen können. Langfristig soll erreicht werden, dass die zu unterstützenden Familien wieder ein menschenwürdiges Leben, integriert in der indonesischen Gesellschaft, führen können.

Hierzu verfolgt das Projekt drei Hauptziele: Eltern sollen Kenntnisse und Wissen erlangen und die nötige materielle Unterstützung erhalten, damit sie sich mit eigenen Kräften wieder um ihre Kinder und Familien kümmern können. Verwahrloste Kinder und Jugendliche dieser Familien, die sich vornehmlich am Fährhafen und in den diversen Parks und touristischen Plätzen der Stadt aufhalten, sollen durch mobile Hilfsangebote unterstützt, medizinisch versorgt, schulisch gefördert und moralisch sowie seelisch gestärkt werden. Mittelfristig soll erreicht werden, dass die Kinder wieder in ihre Familien zurückkehren und zusammen mit ihnen leben können.


Projektverlauf
Weitere wichtige Maßnahmen umfassen Rechtsberatung und eine gesundheitliche Basisversorgung. Durch ein kleines Notversorgungsprogramm erhalten die Familien Reis und Grundnahrungsmittel. Mitarbeiter von Arek Lintang gehen in die Familien um Hygieneberatung durchzuführen und die Mütter in Fragen gesunder Ernährung und Pflege Ihrer Kleinkinder zu beraten.

Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist die Vergabe von kleinen Krediten an Müttergruppen zur Eröffnung von Kleingewerbeaktivitäten, welche den Familien zu mehr Einkommen verhelfen soll. Der Vergabe von Kleinkrediten gehen intensive Beratung und Schulung der Kreditnehmerinnen voraus. Inzwischen haben die Frauengruppen dank der Hilfe von Arek Lintang, Zugang zu zwei örtlichen Märkten erhalten.

Teilweise wurden die Ansätze in ähnlicher Form bereits in vorausgegangenen Kooperationen mit Arek Lintang erprobt. Die ‚Lesson Learnt‘ Evaluationen von Arek Lintang haben deutlich gemacht, dass vor allem die Stärkung des Selbstvertrauens und das Vertrauen in die eigenen Kräfte bei den Begünstigten dem Projekt insgesamt einen positiven Auftrieb gegeben haben. Von großem Vorteil hat sich das Kleingewerbeprogramm erwiesen. Die Einkommen schaffenden Maßnahmen haben zu einer ersten spürbaren wirtschaftlichen Verbesserung bei den geförderten Familien geführt.

Für die Familien auf dem alten Friedhof hat sich seit Projektbeginn die Lebenssituation deutlich verbessert. Ein Erfolg für dieses armutsmindernde Projektkonzept von Arek Lintang.

♦♦   Für die Realisierung und Fortführung des Projektes für den Zeitraum 2011 und 2012 benötigen wir Ihre Unterstützung (z.B. im Rahmen von Spenden oder Projektpatenschaften). Sprechen Sie uns gern an oder schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

{text= ♦♦ Bei diesem Projekt können Sie uns helfen, z.B. im Rahmen von Spenden oder Projektpatenschaften. }

Auch sind wir für weitere Projekte an einer Zusammenarbeit mit kofinanzierenden Partnerorganisationen, Unternehmen und Institutionen interessiert. Wir Informieren Sie gerne hierüber. (KONTAKT)

 

Ein Kooperationsprojekt mit der gemeinnützigen indonesischen Organisation Arek Lintang (ALIT) in Surabaya.