Projekthintergrund

Zielgruppe des Projektes sind 70 Kinder und Jugendliche im Altern von 5 – 18 Jahren, darunter ei-nige HIV-infizierte Kinder und Aids-Waisen, die in der Betreuungseinrichtung im Sozial- und Kinder-zentrum Wat Opot leben. Zusätzlich wird die Einrichtung täglich von 25-30 Kindern aus der nahen Umgebung besucht, welche im Wat Opot schulischen Förderunterricht sowie eine tägliche warme Mahlzeit erhalten. Die Provinz Takeo zählt zu den ärmsten des Landes. In einem besonders armseligen und kargen Distrikt liegt das kleine Wat Opot, ein von buddhistischen Mönchen bewohnter Tempel. Auf dem Nachbargelände liegt das Wat Opot Sozialzentrum, welches sich seit der Gründung 2001 um HIV infizierte Kinder und Aidswaisen, sowie um verwahrloste Kinder aus extrem armen Familien aus den Nachbardörfern kümmert.

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Zielsetzung
Dank eines staatlichen Versorgungsprogramms für HIV Kranke, können heute HIV-infizierte Kinder und Jugendliche in staatlichen Kliniken versorgt werden und erhalten dort die benötigten Medikamente kostenfrei. In den letzten Jahren konnte das Wat Opot Kinderzentrum im Rahmen verschiedener Kooperatio-nen sinnvoll erweitert werden. Es besteht heute aus mehreren kleinen Gebäuden, darunter ein klei-nes Schulgebäude, Unterkünfte für die Kinder, Verwaltungsgebäude, Küche und Speiseraum. Aufgrund der großen Anzahl von Aidswaisen und Kindern aus verarmten Familien aus den umlie-genden Dörfern entwickelte sich die Einrichtung zunehmend zu einer integrativen Einrichtung für Kinder mit unterschiedlichem familiärem Hintergrund. Großen Zuspruch bei den Kindern und Ju-gendlichen erhielt das 2007 erstmalig in Kooperation mit der Schmitz-Hille-Stiftung durchgeführte Projekt zur kreativen Ausbildung mit Schwerpunkt Malen und Zeichnen. 

 Projektverlauf
Neben dem Bildungsaspekt, der Förderung von Talenten und der persönlichen Entwicklung der Kinder ist die psychologisch-therapeutische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Kinderzentrum Wat Opot ein wesentlicher Aspekt des vorliegenden Projektes. Kunst und kreatives Arbeiten dienen als wichtige Rehabilitationsmaßnahme für Kinder, die überwiegend körperliche und seelische Schäden erlitten haben. Musik, Tanz, Kunst und Malen sind speziell für traumatisierte Kinder geeignete Möglichkeiten, die Geschehnisse in ihrem Leben zu verarbeiten. Das von amerikanischen und kambodschanischen Künstlern, Psychologen und Pädagogen gemeinsam entwickelte Konzept eröffnet den Kindern und Jugendlichen im Wat Opot neue Wege, sich kreativ und gestalterisch zu beschäftigen und gleich-sam ihre schweren Traumata und familiären Erlebnisse zu bewältigen. Das mit Fördermitteln der Schmitz-Hille-Stiftung in einem zweiten Jahr geförderte Projekt besitzt ei-nen außerordentlich hohen Stellenwert für die gesamte Arbeit des Kinderzentrums Wat Opot. Eini-ge der inzwischen 18-jährigen Jugendlichen möchten ihre Talente und erworbenen Kenntnisse be-ruflich nutzen. Die Schmitz-Hille-Stiftung plant hierzu die Einrichtung eines kleinen Ausbildungs-fonds, damit diese Jugendlichen die Chance für ein weiterführendes professionelles Training bzw. eine professionelle künstlerische Ausbildung erhalten können.

 
In Kooperation mit Partners in Compassion (Phnom Penh) und dem WAT OPOT Kinderzentrum – Takeo Provinz