Projekthintergrund

Das Projekt richtet sich an Bewohner in 10 Minderheitendörfern in der Bokeo Provinz. Es handelt sich um ethnische Minoritäten, die unter besonders armen Verhältnissen leben und kaum an Förderprogrammen der Regierung partizipieren. Die Familien in diesen entlegenen Regionen benötigen neben der traditionell zwar vorhandenen aber auf niedrigem Niveau produzierenden Landwirtschaft dringend neue Einkommensalternativen. Nur durch die Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen bestehen Chancen, die Lebenssituation in den Dörfern nachhaltig zu verbessern.

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Zielsetzung
Oberziel des Projektes ist die Armutsminderung. Die Zielgruppe soll durch ein auf die Bedürfnisse zugeschnittenes Training die Zusammenhänge von Produkt, Qualität und Vermarktung erkennen lernen und zukünftiges Handeln entsprechend verändern. In erster Linie besteht der Förderansatz des Projektes in einer Verbesserung der Produktionsweise, der Ernte- und Lagerungstechniken, in der Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und insbesondere durch eine effektive Vermarktung. Durch verstärkte Vermarktungsaktivitäten sollen die bäuerlichen Produzenten lernen, wie sie höhere Einkommen durch effiziente Vermarktungsstrategien erzielen und so mittelbar zur Erhöhung der Familieneinkommen und zur Verbesserung ihre Lebensbedingungen beitragen können.

Projektverlauf
Die Fördermittel der Schmitz-Hille-Stiftung dienen zur Realisierung diverser Maßnahmen zur Entwicklung alternativer Einkommensquellen dienen. Eine wesentliche Komponente des Projektes stellt in diesem Zusammenhang die Schaffung von Marktzugängen für die lokale Bevölkerung dar. Hierzu werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Wirtschaftliche und effektive Nutzung der natürlichen Ressourcen unter Einhaltung von Ressourcen- und Umweltschutz
  • Entwicklung und Gründung von Kleingewerbe und Klein-Business Aktivitäten
  • Training in der Verarbeitung von Naturrohstoffen zu nützlichen, vermarktungsfähigen Verkaufsprodukten
  • Intensive Förderung der Herstellung von Korbflechtprodukten, da diese auf den lokalen Märkten sehr nachgefragt werden
  • Pflanzung von medizinisch verwertbaren Pflanzen, Herstellung von Herbalmedizin
  • Aufbau eigener Vermarktungsstrukturen mit direkten Verbindungen zur weiter verarbeitenden Industrie oder Zugriffs- und Verkaufsmöglichkeiten auf größeren nationalen Märkten

Das Projekt läuft entsprechend der Berichterstattung durch den Projektträger CAMKID (Community Association for Mobilising Knowledge in Development) ausgesprochen gut. Die Begünstigten in den 13 Dörfern tragen den Ansatz voll und ganz mit und das Projekt besitzt bei Ihnen eine hohe Akzeptanz. Die Erzeugung und vor allem die verbesserte Vermarktung eigener lokaler Erzeugnisse hat bei den Begünstigten bereits jetzt schon zu spürbaren Verbesserungen hinsichtlich ihrer Einkommenssituation geführt.

 
In Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation CAMID und dem German Development Service (DED) – Projektbeginn: Aug. 2007